Im Schnittpunkt von Geschichtsbewußtsein und Zeitgefühl
„Nur das starke Werk von stilbildender Kraft, das einmalig, bestürzend neu und zwingend vor uns steht, vermag für die wenigen, die Ohren haben zu hören, die Zeichen der zukünftigen Entwicklung besitzen." Mit diesen Worten äußerte sich Wolfgang Fortner nicht nur zur Zukunft der Komposition, als diese Frage 1955 bei den Donaueschinger Musiktagen diskutiert wurde, sondern er umschreibt ungewollt gleichzeitig die Bedeutung, die seinem eigenen Schaffen in der Neuen Musik zukommt.