Anreger, Neuerer Zauberer
Die Nachricht vom Tod Glenn Goulds, der Anfang Oktober in Toronto gestorben ist, kam überraschend, und sie verhieß Tragik. Gould, eben erst fünfzig Jahre alt geworden, war auf einem Höhepunkt des künstlerischen Schaffens, als der Hirnschlag ihn jäh aus dem Leben - und das hieß bei ihm elementar: aus der musikalischen Produktivität - riß. Ein Verlust, der noch nicht abzusehen ist, für die Geschichte des Klavierspiels im 20. Jahrhundert und für alle, die von Gould gelernt haben, neu und Neues zu hören.