Schallplatten sind nur Dosengemüse!
Berlin, im April. Zwei Tage nach einer umjubelten, fulminanten „Wozzeck"- Premiere, mit der Daniel Barenboim seine zweite Saison an der Staatsoper Unter den Linden doch noch erinnerungswürdig macht, sitzt der agile, noch immer junggebliebene Maestro in seiner Garderobe mir gegenüber, anderthalb Stunden vor der zweiten „Wozzeck"-Aufführung. Locker und gleichzeitig konzentriert beginnt ein Gespräch, das nur zwanzig Minuten vor Aufführungsbeginn beendet sein wird und das hier nur geringfügig redigiert ist, um etwas von der Lebendigkeit der Ausführungen Barenboims zu vermitteln.