Charme und Kalkül
Es wa r in de n letzte n Monate n nich t leicht , a n Jennife r Larmo - r e vorbeizukommen. Sei t feststand , da ß si e be i de r Abschluß - feie r de r Olympische n Spiel e in ihre r Heimatstad t Atlant a di e Olympisch e Hymn e singe n würde , gab e s be i de n Medie n - selbs t ? be i denen , di e sons t mi t de r Kultur weni g im Sinn habe n - kei n Halte n mehr. 3sat widmet e ihr in de r Reih e „Kulturzeit " ei n Por - trät , auc h da s Heute-Journa l nah m sic h de r Sängeri n an , un d Mhre Schallplattenfirm a wa r cleve r genug , au s diese m Anla ß ei - jne n Sample r mi t Highlight s au s ältere n un d aktuelle n Aufnah - jme n zu publizieren. Denn schließlic h is t de r Auftritt in Atlant a auc h ei n ideale r PR-Aufhänge r für di e ne u erschienen e „Carimen". Jennifer Larmore, kein Zweifel, ist nach zehn KarriereIjahren zu einer öffentlichen Institution geworden wie die „drei eTenöre " un d vielleich t noc h Jessy e Norman. Da s bemerkens - I wertest e dara n ist , da ß diese r Medienruh m eine r Sängeri n zu - | fällt, die sich weder im heroischen Stimmfach hervorgetan noch bislan g in de n Gefilde n de r Pop-Musi k gewilder t hat , dere n gute r Nam e vielmeh r mi t Komponi - ste n wi e Händel , Mozart un d vo r al - le m Rossin i verbunde n ist.