Der ewige Wunsch nach „Vollendung“
Am Ende half auch die Widmung nicht. Denn als Anton Bruckner am 11. Oktober 1896 starb, blieb von seiner als Apotheose gedachten und „dem lieben Gott“ gewidmeten Sinfonie Nr. 9 ein unfertiges Finale zurück. Ohne es wirklich genauer zu kennen, galt es über ein Jahrhundert als verquerer Torso. Nach der jüngst erfolgten Veröffentlichung der noch vorhandenen Manuskripte stellt sich nun auch die Frage, was davon in welcher Weise zum Klingen gebracht werden kann. Michael Kube hat sich mit dem Material und aktuellen CDVeröffentlichungen auseinander gesetzt.