Das Schweigen des zerstörten Vaters
Als vor 50 Jahren die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel aufgenommen wurden, war das eine Sensation. Gerade einmal 20 Jahre nach Ende des Krieges und der Massenvernichtung europäischer Juden waren die Wunden noch frisch. Viele haben ihr Leben lang an der Last ihrer Erlebnisse zu tragen gehabt, so auch Baruch Milch, Vater der Komponistin Ella Milch-Sheriff. Seine Unfähigkeit, über die Dinge zu reden, begleitete auch ihr Leben. Im Stadttheater Fürth hatte nun eine Kammeroper Premiere, in der sie sich damit beschäftigt: „Baruchs Schweigen“.